Physiotherapie

Profitieren Sie von unserem großen Therapiespektrum.

Ursprünglich war die reine Krankengymnastik eine Art Heilbehandlung. Die positive Wirkung auf den verschiedenen Gebieten der Medizin hatte eine ständige Weiterentwicklung der Methoden und Maßnahmen zur Folge, die wir unter dem Begriff der „Physiotherapie“ sammeln.

Alle nachfolgenden Behandlungsmethoden (ausgenommen der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht und der Stoßwellentherapie) sind im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen geführt und werden nach Verordnung durch einen Arzt von diesen bezahlt.

Selbstverständlich können Sie diese Maßnahmen auch als präventive Anwendungen bei uns buchen.

Die Preise entnehmen sie bitte unseren aktuellen Preislisten für Prävention und Training oder Stoßwellentherapie, Schmerztherapie und Amerikanische Chiropraktik

Allgemeine Krankengymnastik KG

Historie

  • Im 18. Jahrhundert entwickelte ein schwedischer Sportlehrer aus Übungen für den Körper eine gezielte therapeutische Gymnastik.
  • Im 19. Jahrhundert kam die Anwendung von Heilbädern, Wasseranwendung, Wassergymnastik und Gesundheitserziehung etc. (Sebastian Kneipp, der Vater der Hydrotherapie) wieder zur Beliebtheit.
  • Anfang des 20. Jahrhunderts brachte ein Berliner Arzt die "schwedische Heilgymnastik" (J. P. Ling) nach Deutschland und nannte diesen Beruf Gymnastiker.
  • Durch die Kriege und Arbeitsunfälle stieg der Bedarf an Behandlungen der Krankengymnastik immer weiter und griff auf verschiedenste Gebiete der Medizin so wie Chirurgie und Neurochirurgie.

Was ist das?

Die Krankengymnastik beinhaltet verschiedene in der Physiotherapie angewandte Behandlungsmethoden und -techniken. Zu Beginn der Behandlungsserie wird eine physiotherapeutische Untersuchung durchgeführt, bei der Funktionsstörungen des Stoffwechsels, der Durchblutung, der Koordination, der Kraft, der Beweglichkeit, der Statik sowie Schmerzen ermittelt werden. Aus den gewonnen Erkenntnissen wird ein gezielter und an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasster Therapieplan erstellt. Dieser hat zum Ziel die Selbständigkeit des Patienten in seinem sozialen Umfeld nach einer Verletzung oder Erkrankung wieder herzustellen oder zu erhalten.

Hauptanwendungsgebiete

Es gibt je nach Erkrankung oder dem Grad der Erkrankung verschiedene Techniken und Anwendungen. In unserer Praxis behandeln wir hauptsächlich Patienten aus orthopädisch- chirurgischen Bereichen. Wir unterscheiden dabei akute und chronischen Verläufe.

Akut

  • Unterstützung der optimalen Wundheilung
  • schnellstmögliche Funktionsherstellung
  • Behandlung / Vermeidung von Komplikationen während des Heilungsverlaufes

Chronisch

  • Status Quo ermitteln bzw. Befund erstellen nach ICF
  • Individuellen Therapieplan erstellen
  • Aktiv / Passiv / Interdisziplinär behandeln und coachen

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
  • Sie sind privat krankenversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie zur Erstattung bei Ihrer Versicherung einreichen.

Manuelle Therapie MT

Historie

  • Im Altertum waren viele Laienbehandler unterwegs, die sich Gliederersetzer oder Knocheneinrenker nannten. Sie behandelten Rückenschmerzen mit speziellen Massagegriffen.
  • In den USA nannte sich das ganze im 18. Jahrhundert Bonesetting.
  • Im 19. Jahrhundert, nachdem es viele Bezeichnungen für die Manuelle Therapie gab, wurde sie auch wieder in Europa eingeführt, zuerst von so genannten Heilpraktikern und dann auch von Medizinern.
  • Die Manuelle Therapie schlug im 20. Jahrhundert in viele Richtungen aus. Man unterscheidet heute die klassische Manuelle Therapie, welche von Physiotherapeuten und Ärzten angewandt wird, von z. B. der Cranio-Sacral-Therapie nach William Sutherland, der osteopatischen Richtung nach Andrew Still oder den verschiedenen chiropraktischen Techniken.

Was ist das?

Die Manuelle Therapie befasst sich mit Gelenken der Extremitäten und vor allem der Wirbelsäule und sämtlichen Strukturen die einen Einfluss auf diese haben. Der Therapeut ist bei der Untersuchung darauf spezialisiert Funktionsstörungen zu finden und anschließend durch gezielte Techniken zu beheben. Hierzu gehören sämtliche Weichteile, Nerven, Gefäße, die Gelenkstrukturen und natürlich der Muskelsehnenapparat. Vor allem die motorischen und funktionellen Zusammenhänge sind hier von Interesse.

Hauptanwendungsgebiete

  • Kopf- und Nackenbeschwerden
  • Beschwerden der gesamten Wirbelsäule, einschließlich des Beckens
  • Funktionsstörungen sämtlicher Extremitätengelenke (Arme und Beine)

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
  • Sie sind privat krankenversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie zur Erstattung bei Ihrer Versicherung einreichen.

Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation PNF

Historie

PNF (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation) ist ein physiotherapeutisches Analyse- und Behandlungssystem mit dem Ziel die körperlichen Aktivitäten zu trainieren und verbessern. Ursprünglich in Kalifornien Ende der 1940 iger Jahre  von Herman Kabat und Magaret Knott entwickelt wurde es bis heute immer weiter entwickelt. Zu Beginn wurden ausschließlich neurologische Patienten nach dem PNF Konzept behandelt. Heute werden sämtliche Patientengruppen bei denen das physiologische Bewegungsverhalten und damit verbundene Aktivitäten gestört sind mit PNF therapiert.

Wie wirkt das?

Die Techniken basieren auf den Gesetzen nach Sherrington und weiteren Grundprinzipien der Neurophysiologie. Das Ziel ist eine Veränderung von pathologischen hin zu physiologischen Bewegungsabläufen und vor allem die Integration dieser in das zentrale Nervensystem. Dazu gehören:

  • Normalisierung der Muskelspannung
  • Förderung der motorischen Kontrolle
  • Förderung der Mobilität
  • Steigerung der dynamischen Stabilität, Ausdauer und Kraft
  • Verbesserung von Koordination und Geschicklichkeit
  • Wiederherstellung des gesunden Bewegungsverhaltens

Hauptanwendungsgebiete

Patienten aus dem Fachbereich der Neurologie (Z.n. Nervenverletzungen, Morbus Parkinson, Apoplex, Multiple Sklerose, komplette und inkomplette Lähmungen u.w.)

Patienten aus dem Fachbereich der Orthopädie (zum Beispiel Haltungs- und Bewegungsinsuffizienzen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises  (U.a. Morbus Bechterew), degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitäten, Z.. TEP-Versorgung, ist Sudeck -Syndrom, angeborene Skelett-, Muskel-und Sehnenerkrankungen).

Patienten Aus dem Fachbereich Chirugie (z.B. Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma, Z. n. Amputation, postoperative Behandlung des Bewegungsapparates, konservative Behandlung nach Sportunfällen, Behandlung einer Muskelatrophie nach längerer Ruhigstellung).

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten. 
  • Sie sind privat krankenversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie zur Erstattung bei Ihrer Versicherung einreichen.

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Historie

Vor über 20 Jahren revolutionierte Roland Liebscher-Bracht die herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten von Schmerzen und schuf ein Schmerz-Behandlungskonzept frei von Medikamenten und Operationen. Sein praktisches Wissen erlangte er als Lehrer der asiatischen Kampfkunst und durch Dr. Walter Packi, der ihm das nötige theoretische Wissen vermittelte, woraus er dann die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht entwickelte.

Was ist das?

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht ist ein neues Konzept, das in 90% aller Fälle in der Erstbehandlung durch exaktes Diagnostizieren der Ursache akute Schmerzen komplett verschwinden lässt oder auf ein Minimum reduziert. Hierbei ist die häufigste Ursache von Schmerz die Fehl- oder Überbeanspruchung der Muskulatur, die zu Gelenkproblemen führt.

Was ist anders? Was ist neu?

Diese seit über 20 Jahren praktizierte Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht zeigt auf, dass die meisten Schmerzen nicht - wie bisher angenommen - durch Abnutzung oder Verschleiß von Knorpel und Gelenken entstehen, sondern nur "Warnschmerzen" sind. Der Schmerz, ob chronisch oder akut, ist lediglich eine Schutzfunktion des Körpers um drohende Spätfolgen zu vermeiden. Häufig werden diese Schmerzsymptome mit Medikamenten unterdrückt. So ist es äußerst schwierig, die genaue Ursache herauszufinden.

Therapie

In der Schmerztherapie wird nach bestimmten Schmerzpunkten im Übergangsbereich von Sehne zu Muskel gesucht. Hier sind bestimmte Rezeptoren angeordnet, die dem zentralen Nervensystem Auskunft über den Spannungszustand des zugehörigen Muskels geben. Sollte die Spannung zu hoch sein, werden Signale mit dem Ziel ausgesandt, eine Entspannung zu erreichen. In der Behandlung wird dieses Signal durch manuellen Druck künstlich erzeugt, um einen Entspannungszustand des betroffenen Muskels hervorzurufen.

Neben dem manuellen Therapieteil ist es zusätzlich wichtig, spezielle Dehnübungen ("Engpassdehnungen") durchzuführen, um eine langfristige Schmerzfreiheit zu erlangen.

Behandlungskosten

  • Sie sind Selbstzahler und erhalten von uns eine nicht erstattungsfähige Rechnung.
  • Sie sind privat mit Beihilfe krankenversichert oder verfügen über eine private Zusatzversicherung. Sie erhalten eine Heilpraktikerrechnung nach GbHP und reichen diese zur Erstattung bei Ihrer Versicherung ein.

Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte unserer Preisliste.

Craniomandibuläre Dysfunktion CMD

Historie

Früher bekannt war das Krankheitsbild der Myoarthropathie. Laskin formulierte 1969 erste Leitsymptome von Gelenk und Muskelbeschwerden im Kiefergelenksbereich. 1970 entstand durch Schulz der Bergriff der Myoarthopathie. Im Laufe der 80er und 90er wurde der Großteil der Forschung in den USA betrieben. Heute bestehen unterschiedliche Konzepte für die Behandlung von CMD. In den USA gibt es seit Jahrzehnten zahnärztliche Spezialisten die CMD und zahnärztliche Funktionsstörungen behandeln. Deutschland hängt dieser Entwicklung weit hinterher. Es gibt einzelne Zahnärzte die sich in die Materie eingearbeitet haben und die Behandlung der CMD als zusätzliche Leistung anbieten.

Wie wirkt das?

Beginnend mit einer Befundung und funktionellen Tests werden Fehlstellungen und Funktionsdefizite festgestellt, z.B. Abweichungen bei der Mundöffnung. Dann werden mit manuellen Techniken, sog. Friktionen und speziellen Übungen die Defizite therapiert. Ziel ist in der Regel ein gleichmäßiger Biss mit einer ungestörten Funktion der Kiefergelenke. Zusammen mit zahnärztlichen/ kieferorthopädischen Maßnahmen, meist beginnend mit einer Aufbissschiene sollte dann die Therapie interdisziplinär ablaufen.

Hauptanwendungsgebiete

  • Verspannungen und Schmerzen im Kopf-und Gesichtsbereich
  • Kiefer- und Zahnfehlstellungen
  • Kiefergelenksgeräusche  und Fehlfunktionen
  • Schmerzen beim Abtasten vor dem Ohr bzw. um das Ohr herum
  • Gesichtsasymmetrien
  • Unterschiedlich ausgeprägte Kaumuskulatur
  • Schlechte Kopfhaltung

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
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Gerätegestützte Krankengymnastik KGG

Historie

Die systematische Integration von Training in Therapieverläufe trat in den 60er Jahren auf. Das Wissen aus Skandinavien von Holden, Gustavson und Evjenth ergänzten die manualtherapeutischen und physiotherapeutischen Techniken um eine gezielte Trainingstherapie zu erreichen. Besonders im Bereich des Leistungs- und Spitzensports setzt sich diese Therapiekombination auf Grund der deutlich besseren Ergebnisse sehr schnell durch. Heute findet das Medizinische Training unter den Begriffen MTT, MAT, KGG in Rehazentren und physiotherapeutischen Praxen statt.

Was ist das?

In der gerätegestützten Krankengymnastik wird anhand des Beschwerdebildes des Patienten ein gezieltes Training absolviert um die Funktionsdefizite zu beheben. Training ist die systematische Wiederholung gezielter, überschwelliger neuromuskulärer Reize zum Zwecke der Leistungssteigerung mit morphologischen und funktionellen Anpassungserscheinungen (Hollmann, 1983).

Hauptanwendungsgebiete

  • Akute oder chronische Beschwerden durch Muskeldysbalancen
  • Vermeidung von degenerativen oder verletzungsbedingten Leistungseinbußen
  • Wiedererlangen der vollen Leistungsfähigkeit nach Verletzungen oder Operationen

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten. 
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Manuelle Lymphdrainage MLD

Historie

Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhundert entwickelte der Däne, Dr. Phil. Emil Vodder, eine Lymphdrainagemassage und nannte Sie "Manuelle Lymphdrainage ad modum Vodder". Im Jahre 1958 kam die Manuelle Lymphdrainage erstmals nach Deutschland. Dort machte Dr. Vodder seinen ersten Kurs um auch anderen Heilpraktikern diese Anwendung beizubringen. Im Jahre 1973 wurde die Manuelle Lymphdrainage erstmals von den Ersatzkassen in den Abrechnungskatalog aufgenommen. Heute ist die Manuelle Lymphdrainage nicht mehr aus der Physiotherapie weg zu denken. Ob in der Krebsnachsorge, der Sportphysiotherapie, der Traumatologie oder bei Erkrankungen des rheumatischen Formkreises, überall wo Ödeme in Zusammenhang mit Lymphabflussstörungen auftreten, kommt die Manuelle Lymphdrainage zumeist in Verbindung mit anderen physiotherapeutischen Anwendungen zum Einsatz.

Was ist das?

Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewandt werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäß verschoben. Die manuelle Lymphdrainage wirkt sich überwiegend auf Haut und Unterbauchbereich aus und soll keine Mehrdurchblutung, wie in der klassischen Massage bewirken.

Hauptanwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete der Manuellen Lymphdrainage sind sehr vielfältig, da ihre Wirkung in unterschiedliche physiologische Funktionen des Körpers eingreift. So wird sie unter anderem eingesetzt:

  • Bei Verletzungen und Traumen durch Unfälle oder Sport. Je schneller man sich nach einer traumatischen Verletzung einer Manuellen Lymphdrainage unterzieht, desto kürzer ist die Verletzungsdauer. Dies kann insbesondere bei Sportlern von großem Nutzen sein.
  • Behandlung / Zum Schmerzabbau vor und nach jeglichen Operationen, als Ödem- und Entstauungstherapie bei geschwollenen Körperregionen z.B. Ödeme infolge Amputation einer Brust inkl. Achsellymphknoten nach Brustkrebs-OP, Schädigung der Lymphbahnen nach Bestrahlungstherapie.

Sie wird auch angewandt bei:

  • Hirnerschütterungen, Hirninfarkte, Migräne, Kopfschmerzen und Drehschwindel
  • Narben, Verbrennungen
  • chronischen Entzündungen
  • Erkrankungen des rheumatischen Formkreis
  • Sudek-Dystrophie
  • Mastodynie (Cellulitis)
  • Sklerodermie
  • Sportlern (die manuelle Lymphdrainage hat eine direkte Wirkung auf die Skelettmuskulatur, in der sie die Milchsäure abbaut.)

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
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Klassische Massagetherapie KMT

Historie

  • 2600 v. Chr. hatte die gezielte Anwendung von Massagen zur Heilung im Osten Afrikas und Asiens Fuß gefasst.
  • Von 460 bis 375 v. Chr. gelang es dem Griechen Hippokrates durch seine medizinische Schule, die Massage letztlich nach Europa zu bringen.
  • Im 16. Jahrhundert wurde die Massage durch den Arzt Paracaelsus wieder Thema der Medizin, er verwandte die Massage als Rehabilitationstherapie nach Operationen.
  • In Deutschland wurde die Massage am Ende des 19. Jahrhunderts wieder eingeführt. Hoffa war es, der den schwedischen Massagen noch den letzten Feinschliff gab und sie in der heutigen Form verbreitete.

Was ist das?

Die klassische Massage beeinflusst die Haut, das Bindegewebe und die Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreize. Die Wirkung der Massage ist nicht nur lokal, sondern erstreckt sich über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein. Die klassische Massage (Schwedische Massage) wird heute weltweit von Physiotherapeuten, Ärzten und Masseuren angewandt und ist daher die bekannteste Massageform.

Hauptanwendungsgebiete

Es werden bei der Massage überwiegend Teilmassagen durchgeführt. Diese können im Liegen oder im Sitzen erfolgen. Man wendet die Massage meist bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Wirbelsäulensyndromen, Arthrosen, Verspannungen, Reizungen an entsprechenden Hautzonen, rheumatischen Erkrankungen und nach Verletzungen/Operationen an. Im Sport können vor- oder nachbehandelnde Massagen durchgeführt werden.

Behandlungskosten

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Segmentmassage / Bindegewebsmassage

Historie

1942 wurde die Bindegewebsmassage von der Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Die Bindegewebsmassage ist eine "spezielle Massage reflektorischer Zonen" im Bindegewebe, die durch spezielle Griffe durchgeführt wird.

Was ist das?

Bei der Bindegewebsmassage geht man davon aus, dass durch innere Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bindegewebe entstehen. Der Therapeut versucht diese Verspannungen zu beheben. Das macht er, in dem er zunächst die Spannungen im Bindegewebe ertastet, sie dann beurteilt und danach versucht sie auszugleichen. Eine Sonderform der Bindegewebsmassage ist die so genannte Segmentmassage, bei dem die Haut-, Unterhaut-, oder Faszientechnik angewandt werden. Diese Griffe fühlen sich bei den Patienten wie ein leichtes Schneidegefühl an. Bei der Segmentmassage wird hauptsächlich in Zonen der Wirbelsäule gearbeitet. Die massierte Haut gibt dann Impulse an die einzelnen Muskeln, Nerven und Organe weiter.

Hauptanwendungsgebiete

Mit der Bindegewebsmassage behandelt man hauptsächlich den Bereich des Rückens, denn da findet man oft Stellen, wo Haut und Unterhaut miteinander verklebt sind. Der Physiotherapeut versucht durch diese spezielle Massage, Verklebungen zu lösen. Des Weiteren erreicht man eine Förderung oder Hemmung der vegetativ gesteuerten Organfunktionen.

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
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Stoßwellentherapie

Historie

Der Begriff „Stoßwellentherapie” bezieht sich auf mechanische Druckimpulse, die sich als Welle innerhalb des menschlichen Körpers ausbreiten. Im Jahre 1980 wurde die Stoßwellen-Methode erstmals genutzt, um Nierensteine im Körper eines Patienten aufzulösen (Journal of Urology, 1982). In den letzten beiden Jahrzehnten wurde diese Therapie zur Methode der Wahl für Nieren- und Harnsteine.

Wie wirkt das?

Extrakorporale Schallwellentherapie wird nicht zur Auflösung von Gewebe verwendet, sondern bewirkt mikroskopische interstitielle und extrazellulär biologische Effekte, wie etwa die Gewebeerneuerung. Bei der modernen Schmerztherapie wird die Schallwellenenergie vom Ausgangspunkt, dem Schallwellengenerator (durch ein Kontaktgel), zu der vom Schmerz betroffenen Körperregionen geleitet, wo sie ihre heilende Wirkung entfaltet.

Behandlungskosten

  • Sie sind Selbstzahler und erhalten von uns eine nicht erstattungsfähige Rechnung.
  • Sie sind privat mit Beihilfe krankenversichert oder verfügen über eine private Zusatzversicherung. Sie erhalten eine Heilpraktikerrechnung nach GbHP und reichen diese zur Erstattung bei Ihrer Versicherung ein.

Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte unserer Preisliste.

Anwendungsgebiete

Anwendungen in der Physiotherapie stehen meist mit der Behandlung von chronischen Muskel- und Sehnenkrankheiten, Rücken- und Halsschmerzen und der Behandlung von Triggerpunkten in Verbindung. Im Vergleich zur konventionellen manuellen und instrumentalen Therapie ist die SWT äußerst effektiv, verkürzt die Behandlungsdauer und bietet bessere Ergebnisse bei der langfristigen Nachbehandlung.

Die häufigsten Indikationen sind:

  • Schmerzen in Schulterbereich
  • Epicondylitis
  • Rückenschmerzen
  • Achillessehnenschmerzen
  • Patellaspitzensyndrom
  • Behandlung von Triggerpunkten

Orthopädische Anwendungen von Stoßwellen zielen auf die Behandlung von Kalkablagerungen, schmerzhafter Exostosen, verschiedener Sehnenentzündungen und beeinträchtigter Frakturheilung ab. Die Stoßwellentherapie stellt in vielen Fällen, bei denen eine chirurgische Lösung unvermeidlich scheint, eine Alternative dar. Die Hauptdiagnosen sind:

  • Schultersteife
  • Periarthritis Humeroscapularis
  • Calcar Calcanei/ Fersensporn
  • Arthrotische Veränderungen/ Randsyndrome
  • Achillodynie
  • Laterale & ulnare Epicondylitis

Die Stoßwellentherapie wird wegen ihrer sanften Gewebeheilung und ihrer regenerativen Wirkung häufig in der Sportmedizin angewandt: Somit kann die Heilungszeit nach Verletzungen optimal verkürzt werden. Übliche Indikationen sind:

  • Muskuläre Distensionen
  • Behandlung einer verlängerten Gelenksdistorsion
  • Leistenschmerzen
  • Hüftschmerzen
  • Kreuzschmerzen
  • Achillodynie

Elektrotherapie ET / Elektrostimulation EST

Historie

Im Jahre 1801 wurde erstmalig das elektrotherapeutische Verfahren vom Professor der Pharmakologie, Christian Heinrich Ernst Bischoff, in der Behandlung von neurologischen Krankheiten der Menschen betrieben. Der Pharmakologe Bischoff war seit dem Jahre 1818, als Professor in der Staatsarzneikunde in Bonn tätig. Er benutzte in seiner Vorrichtung für elektrotherapeutische Anwendungen nur Silberelektroden, um mit diesen das "paralysierte Organ" der Menschen zu heilen.

Was ist das?

Die Elektrotherapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten und Funktionsstörungen mit Hilfe von elektrischen Strömen/ Wellen. Sie nutzt die Wirkung elektrischer Ströme, die zur Behandlung von verschiedenen Krankheitsbildern helfen. Es können verschiedene Wirkungen erzielt werden, je durch Art des Stromes (Niederfrequenz, Gleichstrom, Mittelfrequenz, Hochfrequenz) und Art der Anwendung (z. B. Iontophorese). Die Elektrotherapie kann somit zur Schmerzlinderung, zur Behandlung von Nerven- und Muskelschäden (Lähmungen) und Wärmebehandlungen eingesetzt werden.

Hauptanwendungsgebiete

Die Elektrotherapie kann je nach Art des Stromes und der Frequenz entspannend oder kontraktionsfördernd auf die Muskulatur wirken. Diese Behandlung ist dadurch vielseitig einsetzbar. Es werden entweder einzelne Köperpartien oder mehrere Körperteile behandelt.

  • Muskelaktivierung nach Operationen
  • Muskeltraining zur Kräftigung
  • Schmerztherapie
  • Knie- und Schulterbeschwerden

Behandlungskosten

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Wärmetherapie WT

Historie

Wärme ist so alt wie die Menschheit. Wann die ersten gezielten Wärmeanwendungen stattgefunden haben, lässt sich kaum ermitteln.

Was ist das?

Für die Applikationen von Wärme gibt es verschiedene Methoden.

  • Die Heiße Rolle: Dort wird ein Handtuch ganz fest zusammen gerollt und mit heißem Wasser aufgegossen, diese verwendet man z. B. zur Muskelentspannung oder zur Vorbereitung von physiotherapeutischen Behandlungen.
  • Wärmepackungen: Bestehen aus Torf, Schlamm, Fango oder Moor sind aus den natürlichen Heilmitteln des Bodens. Die erwärmten Packungen können einzeln oder in der Kombination mit einer Massage angewendet werden.
  • Infrarot: Durch die Einstrahlung von der optischen Energie erwärmt sich das Gewebe.
  • Ultraschall: Durch Mikrovibrationen wird das Gewebe mechanisch erwärmt.

Hauptanwendungsgebiete

  • Lokale Durchblutungsstörungen
  • Förderung der Wundheilung
  • Lockerung und Entspannung der Muskulatur

Sonderform der Wärmetherapie: Ultraschall. Der physiotherapeutische Ultraschall hat die Wirkung, die Durchblutung zu fördern, den Schmerz zu lindern und den Stoffwechsel anzuregen. Die Ultraschallbehandlung wird auch Mikrovibrationsmassge genannt. Die Hauptanwendungsgebiete des Ultraschalls sind entzündete Sehnen (z. B. der Tennisellenbogen und Achillodynie) und Gelenke (z.B. Impingement der Schulter).

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
  • Sie sind privat krankenversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie zur Erstattung bei Ihrer Versicherung einreichen.

Kältetherapie KT

Historie

Schon in der Antike wurde die Kältetherapie angewandt. Die alten Ägypter machten schon früher Kältewickel mit essigsaurer Tonerde um die Schmerzen an den einzelnen Körperteilen zu lindern.

Was ist das?

Die Kältetherapie (Kälte: physikalisch = Wärmeentzug) verringert Entzündungen aller Art, durch eine verringerte Körpertemperatur wird die Aktivität der Entzündungsmediatoren gehemmt. Die Gefäße verengen sich und die Subkutis (Haut) wird spärlicher durchblutet. Die Reflexe des Nervensystems werden generell herabgesetzt und dadurch nimmt auch das Schmerzempfinden ab.

Hauptanwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete bei der Kältetherapie sind sehr groß. Sie wird nach Operationen, Bänder-, Gelenks-, und Muskelverletzungen, Wirbelsäulenerkrankungen, spastische Muskelverspannungen und bei Erkrankungen des rheumatischen Formkreises verwendet. Bei Sportverletzungen wie Prellungen, Quetschungen oder Stauchungen werden meist in der Akutphase kalte Wickel, Kältesprays oder Kältepackungen empfohlen.

Behandlungskosten

  • Sie sind gesetzlich krankenversichertversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt erhalten. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten der Behandlung, Sie müssen anteilig eine Zuzahlung leisten.
  • Sie sind privat krankenversichert und haben eine Verordnung von Ihrem Arzt. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie zur Erstattung bei Ihrer Versicherung einreichen.

Kinesio-Taping

Historie

Der japanische Chiroprakriker und Kinesiologe Dr. Kenzo Kase gilt als Vater des Kinesio-Tapes. Er experimentierte mit verschiedenen Tapes um die Behandlung von Verletzungen sowie akuter und chronischer Erkrankungen zu optimieren. Er ging weg von den klassischen Überlegungen des Stützens und Ruhigstellens und bezog reflektorische und kinesiologische Überlegungen ein. Dadurch gelang es ihm eine neue Tapetherapie zu begründen die heute weltweit Anwendung findet.

Wie wirkt das?

Dem Kinesio-Taping werden mehrere Wirkweisen zugeschrieben. Es entlastet das Gewebe und aktiviert das Lymphsystem. Dadurch entsteht eine verbesserte Mikrozirkulation und ein verbesserter Flüssigkeitstransport. Dies ist für den Zustand nach Operationen, bei Schwellungen jeder Art und beim Sport wünschenswert. Durch die verschiedenen Anlagetechniken kann auch die Muskelspannung beeinflußt und fasziale Züge unterstützt oder behindert werden.  Auch lässt sich die Gelenkfunktion unterstützen und eine aktive Stabilisierung erreichen. Dies sind funktionelle Aspekte des Kinesio-Tapings.

Ein weiterer Effekt ist die Schmerzreduzierung durch Dämpfung von Schmerzrezeptoren.

Hauptanwendungsgebiete

  • Sportphysiotherapie
  • Schmerztherapie
  • Postoperative Behandlungen
  • Lymphologie

Behandlungskosten

  • Sie sind Selbstzahler und erhalten von uns eine nicht erstattungsfähige Rechnung.
  • Wenn Sie bei uns in Behandlung mit einem Kassenrezept der DAK sind und wir therapieunterstützend Kinesio-Taping einsetzen, erstattet Ihnen die DAK 30€.